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Unkontrollierte Drainage: die versteckte Gefahr in Substratkulturen. Die Lösung: Drainagerinnen im Gewächshaus
In Gewächshäusern mit Substratkulturen wird ein wichtiger Teil des Produktionserfolgs nicht nur durch Fertigation, Sorte oder Klimaführung bestimmt. Entscheidend ist auch, was nach jedem Bewässerungszyklus passiert.
Wenn Drainagewasser nicht richtig aufgefangen wird, kann sich überschüssiges Wasser unter den Substratsäcken sammeln, sich auf dem Gewächshausboden verteilen oder dauerhaft feuchte Bereiche schaffen, die schwer zu kontrollieren sind. Auf den ersten Blick wirkt das vielleicht wie ein kleines Problem. In intensiven Kulturen kann es jedoch die Wurzelgesundheit, die Hygiene der Anlage, die Kulturuniformität und die effiziente Nutzung von Wasser und Düngemitteln beeinträchtigen.
Deshalb sind Drainagerinnen zu einer wichtigen technischen Lösung für Erzeuger von Tomaten, Paprika, Gurken, Erdbeeren, Beerenobst und anderen gartenbaulichen Substratkulturen geworden.
Eine Drainagerinne sammelt und leitet das Drainagewasser geordnet ab. Dadurch bleibt das Wasser nicht auf dem Boden oder unter der Kulturreihe stehen. Das reduziert anhaltende Feuchtigkeit, erleichtert die Reinigung des Gewächshauses und gibt dem Erzeuger mehr Kontrolle über das Verhalten der Bewässerung.
Eine kontrollierte Drainageerfassung ermöglicht außerdem weiterführende Strategien, etwa die Messung, Analyse und mögliche Wiederverwendung der Drainagelösung. In einer Situation, in der Wasser und Düngemittel immer wertvoller werden, ist ein unkontrollierter Verlust von Drainagewasser keine effiziente Option mehr.
Noch mehr technischen Nutzen bietet die Drainagerinne in Kombination mit einem Spacer.
Der Spacer trennt den Substratsack von dem Bereich, in dem das Drainagewasser abfließt. Diese Trennung schafft eine Luftkammer unter der Kultur, reduziert den Kontakt mit feuchten Oberflächen und verbessert die Belüftung der Wurzelzone. In der Praxis hilft dies, Probleme durch angesammelte Feuchtigkeit, geringe Sauerstoffversorgung und direkten Kontakt zwischen Substrat und Drainagelösung zu vermeiden.
In Substratkulturen benötigen die Wurzeln Sauerstoff, Stabilität und ein sauberes Umfeld. Wenn der Sack direkt auf einer feuchten Oberfläche liegt, arbeitet der untere Bereich der Wurzelzone unter weniger günstigen Bedingungen. Der Spacer korrigiert diesen kritischen Punkt und macht die Drainagerinne zu einer vollständigeren technischen Lösung.
Die Kombination aus Drainagerinne und Spacer ermöglicht es dem Erzeuger, das Wassermanagement zu verbessern, die Wurzelzone besser zu schützen und die Anlage sauberer und strukturierter zu halten. Sie eignet sich besonders für Gewächshäuser, die sich in Richtung professioneller Hydroponik entwickeln möchten, ohne sofort stark in erhöhte Rinnensysteme zu investieren.
Im geschützten Anbau bedeutet Drainagekontrolle nicht nur, Wasser aufzufangen. Sie bedeutet, einen entscheidenden Teil des Produktionssystems zu kontrollieren.